Florian Meyer zu Gast bei den Fußballschiedsrichtern im FLVW Kreis Arnsberg

Zur Saison 2016/2017 musste Florian Meyer aufgrund der Altersgrenze für Bundesligaschiedsrichter seine Laufbahn beenden und freute sich – wie er den Arnsberger Schiedsrichtern bestätigte – nun auch mal Zeit zu haben, an der Basis bei den Schiedsrichtern nachzuschauen und gerade der Basis mal Dank für ihre schwierigen Aufgaben als Schiedsrichter zu sagen. Wenn man den Statistiken trauen darf, hat Florian es geschafft, über 18 Jahre zur Spitze der Fußballschiedsrichter in der Bundesliga zu zählen. 287 Einsätzen in der Beletage des deutschen Profi-Fußballs, 140. Zweitliga- und 46 DFB-Pokalspiele, 17 Champions-League-Spiele sowie 16 Europa-League-Partien und 56 internationale Spiele wurden von ihm geleitet.

Man konnte in den über 2 Stunden, in denen er den Arnsberger Schiedsrichtern und Gästen Rede und Antwort stand, einen Sportkameraden erleben, „der zum Anfassen war“. Allein über 90 Minuten berichtete er vom Schiedsrichterwesen aus eigenen Erfahrungen als Fußballschiedsrichter; gab den Kameraden Hoffnung, dass auch bei ihm „nicht immer alles glatt bei Spielleitungen gelaufen war“ und auch ihm eine Reihe von Fehlern unterlaufen seien. Fehler sollten den Schiedsrichter nicht entmutigen; er müsse nur an sich arbeiten, durch Reflektion; Fitness und Regelkenntnis Fehler bei den nächsten Einsätzen zu vermeiden. Ex-BL-Schiedsrichter Florian Meyer, der übrigens ein Befürworter der Torkamera und auch des Videoschiedsrichters ist, erzählte im kleinen Kreis, dass, wenn es die Torkamera schon bei dem Pokalendspiel Bayern München gegen den BVB gegeben hätte (hier hatte er ein Tor der Dortmunder nicht gesehen und gegeben und wäre dann von der Technik auf den Fehler hingewiesen worden), sicherlich noch viele Spiele in Dortmund geleitet hätte. Denn die Stimmungen in solchen Stadien wären auch für den neutralen Schiedsrichter etwas besonderes.

Florian versprach (sein Besuch war durch unseren Lehrwart Swen Klotzsche über den DFB ermöglich worden), das Sauerland (bisher kannte er nur Winterberg wie er lachend sagte) und gerade die Arnsberger Schiedsrichter gerne wieder zu besuchen. Nach Lutz Wagner, der im letzten Jahr bei den Schiedsrichtern war, ein weiteres Highlight in der Lehrarbeit für die Fußballschiedsrichter.